Systematische Problemlösung: TRIZ und Shainin-Analyse


Systematische Problemlösung: TRIZ und Shainin-Analysen

… auch diese beiden Methoden fallen unter meine mentale Kategorie “Dinge, von denen ich fast nichts weiß…” (aber vielleicht wissen sollte)

TRIZ – Systematik für das Lösen von Innovationsproblemen

Eigentlich „Theorie zur Lösung erfinderischer Probleme“.

Die Methode wurde in Russland entwickelt, daher ist das Akronym auch russisch. Im englischsprachigen Raum findet man das Akronym TIPS für “Theory of Inventive Problem Solving”.

Artikel auf Wikipedia zu TRIZ: link
hier werden auch links zu deutsch- und englischsprachigen Seiten gegeben, die sich mit TRIZ beschäftigen.

Es gibt zur TRIZ Methodik sogar eigene Symposien und Konferenzen und erfreut sich angeblich stark wachsendem Interesse und Entwicklung.

TRIZ systematisiert die Lösungssuche mithilfe einer Matrix von

40 grundlegenden Innovationsprinzipien

Widerspruchstabelle

76 Standardlösungen

Schrittverfahren zur Lösung (ARIZ)

Kurzer Artikel zu ARIZ auf Wikipedia: link
Wenn ich mir die Liste der 40 Innovationsprinzipien ansehe, hat sie einen Schwerpunkt auf Entwicklung physischer/physikalischer Produkte. Prinzipien wie “Verwendung poröser Stoffe” erscheinen mir gegebenenfalls auch schon wieder überholt.

Einige Prinzipien sind Elemente von Geschäftsmodelle, z. B. “Selbstbedienung” oder “Vermittlung” – wie passen hier die modernen E-Commerce Geschäftsmodelle ins System?

Prinzipien, die ich heutzutage erwarten würde wie bspw. “Digitalisierung” sind nicht enthalten – wie wird TRIZ auf Produkte angewandt, die Elektronik enthalten? Oder sind diese für TRIZ nicht geeignet?

Schon der Wikipedia-Artikel geht darauf ein, dass der Erfinder der TRIZ, Altschuller, noch weitere 10 Prinzipien hinzugefügt hat, die aber oft nicht aufgeführt werden.

Die Liste scheint also nicht abschließend zu sein.

Sie wird auch für verschiedene Problemstellungen gruppiert und in viele Richtungen weiterentwickelt. Die Widerspruchstabelle wird teilweise nicht mehr verwendet.

 


Shainin-Analysen

Dorian Shainin war ein amerikanischer Qualitätsmanager und später Berater und Dozent. Er hat eine Reihe wesentlicher Verfahren der statistischen Versuchsplanung entwickelt, darunter u. a. die ANOVA Varianzanalyse auf Einflussfaktoren.

Mithilfe dieser Verfahren lässt sich – oft grafisch – analysieren, welche Ursachen ein beobachtetes Problem hat.

Der Wikipedia-Artikel zu Shainin und seinen Methoden ist hier: link

Paul Bayer vergleicht auf seiner Webseite wandelweb im Blog Artikel über Problemknoten (link):

“Erfindungsmethoden wie TRIZ enthalten gezielte Techniken zur Über­windung psychologischer Trägheit. Die Shainin-Technik ist experimentell und geht von physikalischen und statistischen Sachverhalten aus, nicht von der Expertenmeinung [7]. Eine Kombination von TRIZ und Shainin-Techniken ist bei technischen Problemen ein kräftiges Gespann.”

Auch tercero Consulting beschreibt die Kombination von Shainin und TRIZ.


 

 

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